Nachhaltigkeit leben!

30.11.2020von Martin Reiss

oder: Das Gute im Schlechten sehen – Teil 1

Als Designagentur verantworten wir selbstverständlich die von uns entwickelten und unter unserer Regie produzierten Medien – qualitativ auf einem hohen Niveau sollten sie sein und natürlich: fehlerfrei! Doch trotz Vieraugen-Prinzip bei der Daten-Endkontrolle, finalem Korrektorat und vielen anderen Maßnahmen zur Fehlervermeidung kann man nie ganz ausschließen, dass letztlich doch etwas schiefläuft.

So hatte sich bei einem sehr hochwertigen und aufwändig produzierten Fotokalender ein inhaltlicher Fehler durch alle Phasen von Layout und Abstimmung gezogen, ohne dass es auffiel. Und natürlich: Nach der Produktion sticht so etwas dann natürlich sofort ins Auge!

Also: was tun? Das war hier die Frage …
Die Vorstellung, das Ganze über die Haftpflichtversicherung, sprich: über eine Neuproduktion abzuwickeln, ging uns enorm gegen den Strich. Denn das wäre völlig konträr zum Gedanken der Nachhaltigkeit gewesen! Um den ansonsten sehr gelungenen Kalender trotzdem einsetzen zu können, beschlossen wir also, die Fehler mit kleinen Aufklebern von Hand zu korrigieren. Das bedeutete minimalen Materialaufwand. Dafür aber maximale Manpower.

„Teambuildung“ nenne ich das und bin mir als Chef auch nicht zu schade, selbst an der schlussendlich über 30-stündigen Bastelaktion mitzumachen. Und Quantum X wäre nicht Quantum X, wenn wir diese Aktion nicht mit dem Angenehmen verbunden und uns in schöner Atmosphäre getroffen hätten, um hochkonzentriert und mit sprichwörtlichem Fingerspitzengefühl zu basteln. Das hat am Ende irgendwie sogar Spaß gemacht!

Fazit:

Unser Auftraggeber kann jetzt eine kleine Anekdote zum Kalender erzählen. Davon, dass Fehler passieren, Irren menschlich ist und davon, dass man vieles wiederum gut hinkriegen kann!

Wenn’s mal läuft, dann läuft’s… oder:

Das Gute im Schlechten sehen – Teil 2

Just auf jener Dienstreise, die ich dazu nutzte, die Kalender wieder zum Kunden zurück zu bringen, hatte ich einen Reifenplatzer auf der Autobahn. Zum Glück ohne Unfall! Nach kurzer Schwitzpartie auf der Standspur lernte ich einen sehr charmanten und hilfsbereiten „gelben Engel“ kennen und der anschließende 6-stündige Aufenthalt in einer Baden-Badener Werkstatt wurde durch einen sehr liebenswerten Rundum-Service der Mitarbeitenden versüßt. Ausreichend Kaffee, ein paar Leckereien und ein flottes WLan ließen das komfortable Foyer der Werkstatt zum Tagesbüro werden. Aus den geplanten Meetings wurden Videokonferenzen – aber das haben wir ja inzwischen alle hinlänglich gelernt …

Und während der geplatzte Reifen erneuert wird, kann der Werkstattleiter eine kleine Katastrophe verhindern: Er identifiziert auch noch einen Schaden an einem weiteren Hinterrad, der vermutlich noch am gleichen Tag zum nächsten Problem geführt hätte …

Glück gehabt!

Ob das jetzt auch noch erwähnenswert ist, dass ich beim Auspacken der Kalender am nächsten Tag eine Schraube im neuen Hinterrad entdecke, ich nochmal in eine Werkstatt durfte, die das Ding entfernen und das Rad reparieren konnten …?