Wohnhaus in Sachsen

mal ganz privat (2005)

Jahrzehnte lang schlummerte das stattliche Jagdhaus eines sächsischen Industriellen im Dornröschenschlaf vor sich hin. Ende der 1990er kaufte ein Investor das Objekt und baute das großzügige Waldhaus mit 900 m² Wohnfläche zu kleinparzellierten Wohneinheiten um. Das ambitionierte Renditeprojekt scheiterte jedoch und so wurde das Anwesen erneut veräußert.

Der neue Eigentümer, der mit unserer Arbeitsweise als Full-Service-Agentur durch vorangegangene Messeprojekte bestens vertraut war, beauftragte unser Planungsteam mit einem sehr radikalen Ansatz bei der Umgestaltung seines neuen Domizils: Rückbau aller kurz zuvor ausgeführten baulichen Maßnahmen. Nur so konnte die imposante Weitläufigkeit des Objektes rekonstruiert werden.

Für die Wiederherstellung des ursprünglichen Verwendungszecks als Jagdhaus gab es ansonsten faktisch keine Vorgaben, außer dass sich der Bauherr als passionierter Jäger im Wohnbereich einen zentralen 7 m langen Küchenblock inklusive „Blutrinne“ zum Zerlegen von Wild wünschte und aufgrund seiner Körpergröße auf eine Arbeitshöhe von 1,50 m bestand.

Wir planten für alle Wohn- und Arbeitsbereiche großzügige Individualmöbel und wählten als Material massive geölte Eiche, da dies dem Charakter eines Waldhauses perfekt entsprach. Die markanten Oberflächen der Möbel entstanden durch Zuschnitt mit großen Kettensägen, wie sie von Waldarbeitern verwendet werden. Für den Prototypenbau konnten wir einen heimischen Förster und seine Baumfäller-Truppe gewinnen.

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